Sitzungsbericht

Aus der jüngsten Sitzung des Ortsgemeinderats Emmerzhausen vom 24.03.2025


Annahme von Zuwendungen

Zunächst beschloss der Rat die Annahme einer Zuwendung in Höhe von 491,66 EUR zu Gunsten der Kommunalen Kindertagesstätte. 

Forstrevier; Erläuterungen zum Forstwirtschaftsplan 2025

Danach ging es um Aktuelles aus dem Forstrevier.  Revierförster Matthias Grohs stellte sich den neuen Ratsmitgliedern vor. Da er bei der Verabschiedung des Forstwirtschaftsplans wegen eines anderen Termins nicht anwesend sein konnte, erläuterte er jetzt die Planungen. Am 12. April wird er dem Rat bei einem Waldbegang einige Maßnahmen in der Örtlichkeit veranschaulichen. Auch Schäden durch Wildverbiss können dann gezeigt werden.

Nach einem kurzen Rückblick auf 2024 stellt der Förster noch einmal die Zahlen für 2025 vor. Geplant ist der Einschlag von 30 fm Brennholz, wobei mit einem Ertrag von knapp 1.200 EUR gerechnet werden kann. Für die Waldpflege sind 7.000 EUR vorgesehen, 500 EUR für Verkehrssicherung und 2.000 EUR für Wegeunterhaltung. Der Revierdienst ist mit 1.350 EUR veranschlagt. Grundsätzlich gelte, dass die Zeit der Ernte vorbei und die Zeit des Säens da sei. 5 ha des Gemeindewalds stehen für zehn Jahre unter Schutz, dies sei der Ortsgemeinde seinerzeit mit 7.000 EUR vergütet worden. Das neue Forsteinrichtungswerk befindet sich in der Umsetzung. Auf den Kalamitätsflächen versucht die Natur, Fuß zu fassen. Darüber hinaus wurden an drei Waldorten Neuanpflanzungen vorgenommen. Matthias Grohs wies darauf hin, dass allerdings die forstlichen Ziele nach einer Einschätzung des Forstamts gefährdet seien. Trotz Einzelschutz und Forstzäunen gebe es Schäden durch Rehwild. Hier sei die Jägerschaft in der Pflicht, für mehr Abschüsse zu sorgen. Die Ortsgemeinde Emmerzhausen müsse sich fragen, ob angesichts der Ausfälle das Betriebsziel noch zu erreichen sei. Beigeordneter Heinz Dücker berichtete in diesem Zusammenhang, dass die Abschusszahlen im Verlauf der vergangenen Jahre deutlich gesteigert werden konnten. Revierförster Grohs nahm Hinweise aus dem Kreis der Ratsmitglieder entgegen und beantwortete Einzelfragen. Dabei ging es unter anderem um den Verbleib von Kronenmaterial im Wald und um den Einsatz des Forstunternehmers, insbesondere beim Anlegen von Rückegassen. Für den Gemeindewald, so der Förster, seien Zertifizierungsstandards einzuhalten. Dazu gehöre auch, dass keine Selbstwerber mehr in die Fläche gelassen werden. Bürgermeister Helmut Stühn wies darauf hin, dass Vergleiche mit anderen Revieren nur dann möglich seien, wenn die Abschusszahlen im Verhältnis zur Fläche gesehen werden. Er sprach sich für eine stärkere punktuelle Bejagung und die Berücksichtigung jagdlicher Erfordernisse z. B. durch Jagdschneisen aus und betonte die Notwendigkeit konstruktiver und gemeinsamer Lösungen, die sowohl die Interessen von Waldbau als auch der Jagd berücksichtigen. Persönliche Befindlichkeiten, so Ortsbürgermeister Matthias Werther dürften in der Diskussion keine Rolle spielen. Er dankte dem Revierleiter und dem Jagdpächter für deren Arbeit.

Hier sehen Sie einen Harvester bei der Holzernte auf dem Stirnskopf bei Emmerzhausen.


Mitteilungen

Der Ortsbürgermeister berichtete über einige Angelegenheiten aus dem Bereich der örtlichen Verwaltung: In 2024 wurden insgesamt Einnahmen in Höhe von 1.724,55 EUR aus Sammlungen im Schrottcontainer erzielt. Mit einem Kostenaufwand von 663,94 EUR wurden insgesamt acht Geräte und Maschinen der Gemeindearbeiter gewartet und - soweit möglich - instandgesetzt. Eventuell sind zu gegebener Zeit einzelne Ersatzbeschaffungen nötig. Die Schlaglöcher vor dem Eingangsbereich zum Dorfgemeinschaftshaus werden im April saniert. Nach Rücksprache mit den Verbandsgemeindewerken soll der Erdwall am Glascontainer-Standort wieder hergestellt werden. Ein Tiefbauunternehmen aus Neunkirchen wird dort zunächst Erdaushub lagern und die nötigen Arbeiten ausführen, sobald genügend Material zusammengekommen ist. Der Ortsgemeinde Emmerzhausen entstehen keine Kosten. Ein Schild für den Schrottcontainer, das auf die Einwurfzeiten und das Verbot der Entnahme von Schrott hinweist, ist in Auftrag gegeben.

In diesem Zusammenhang wurde eine erneute Diskussion im Rat wegen des Standorts für den Schrottcontainer angeregt. Zumindest versuchsweise, so der Vorschlag, sollte dieser bei den Glascontainern aufgestellt werden, auch als Signal an die unmittelbaren Anwohner, die am jetzigen Standort deutlichen Lärmbelästigungen ausgesetzt sind. Ein Ratsmitglied wies darauf hin, dass immer wieder Fahrzeuge in den Hohlweg (Fortsetzung In der Ley, Richtung Schöne Aussicht/Struthweg) geleitet werden und dann nicht weiterkommen. Ein Hinweis auf die Sackgasse und ein „Durchfahrt verboten“-Schild würden Abhilfe schaffen. Außerdem wurde angeregt, an der Weißen Brücke entlang der Landesstraße eine Beschilderung „Achtung Fußgänger/Achtung Radfahrer“ anzubringen, da hier viele die Straße queren. In diesem Zusammenhang wurde auch an mögliche verkehrsberuhigende Maßnahmen erinnert, über die der Rat im vergangenen Jahr gesprochen hat. Es wird noch einmal Kontakt mit dem Landesbetrieb Mobilität aufgenommen.

Jagdpächter Matthias Grübl führte aus, dass er froh sei, in Emmerzhausen tätig sein zu können und dankte für das Vertrauen des Ortsgemeinderats. Auch in Zukunft biete er seine konstruktive Mitarbeit an. Nach seiner Auffassung ist Rehwild in angepasster Zahl dienlich für den Wald. Verbissschäden, die dem Rehwild angelastet werden, gingen oft auch auf das Konto von Hasen.

Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung stand der Erwerb eines Grundstücks im Mittelpunkt, das die Ortsgemeinde möglicherweise als standortnahes Tauschgrundstück verwenden könnte. Der Rat sprach sich mehrheitlich dafür aus. Außerdem wurde beschlossen, eine Aufbewahrungskiste für Grabaushub in Auftrag zu geben, da die bisher auf dem Friedhof genutzte Holzkiste in einem sehr maroden Zustand ist.